Die TG Mannheim bleibt Tabellenführer der 1. Bundesliga Frauen. Beim dritten Wettkampftag am vergangenen Samstag in der Neurotthalle Ketsch belegte das Mannheimer Team mit 187,80 Punkten hinter dem an diesem Tag überragenden TuS Chemnitz-Altendorf (206,40) und dem MTV Stuttgart (194,15) den dritten Platz.
Nach den beiden Siegen zum Saisonauftakt musste die TG Mannheim damit zwar erstmals in dieser Saison zwei Mannschaften den Vortritt lassen, verteidigte aber mit nun 38 Tabellenpunkten souverän die Führung vor dem MTV Stuttgart (32) und dem TuS Chemnitz-Altendorf (28).
Dabei stand der Wettkampf für Mannheim unter besonderen personellen Vorzeichen. Mit Silja Stöhr fehlte die amtierende Deutsche Mehrkampfmeisterin verletzungsbedingt. Auch weitere Athletinnen sind nach Verletzungen noch nicht wieder vollständig belastbar. Um hier kein unnötiges Risiko einzugehen und einzelne Turnerinnen gezielt zu entlasten, verstärkte sich die TG Mannheim in Ketsch mit zwei Gastturnerinnen aus Österreich.
Eine starke Leistung zeigte erneut Janoah Müller, die an allen vier Geräten antrat und mit 50,15 Punkten beste Mannheimer Mehrkämpferin wurde. Auch die erst 15-jährige Luna Zimmermann absolvierte den kompletten Mehrkampf und überzeugte mit 48,55 Punkten, darunter starken 13,35 Punkten am Sprung und 12,55 Punkten am Boden.
Gerade angesichts der aktuellen personellen Situation ist der dritte Platz vor heimischem Publikum ein wertvolles Ergebnis. Die bisherige Saisonbilanz kann sich sehen lassen: zwei Wettkampfsiege, ein dritter Platz und weiterhin die Tabellenführung in Deutschlands höchster Turnliga.
Eine Verschnaufpause gibt es für einige Mannheimer Athletinnen allerdings nicht. Janoah Müller kämpft weiter um die Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Rotterdam, während auf Luna Zimmermann ein ganz besonderes internationales Highlight wartet. Die 15-Jährige wird Deutschland bei den Olympischen Jugendspielen in Dakar vertreten.
Umso wichtiger bleibt in den kommenden Wochen eine individuelle Belastungssteuerung. Während einige Athletinnen nach Verletzungen behutsam aufgebaut werden müssen, stehen für andere noch internationale Herausforderungen bevor.
Für die TG Mannheim bleibt gleichzeitig das große gemeinsame Ziel fest im Blick: der Einzug ins DTL-Finale am 28. November im SNP dome Heidelberg – das „Finale dahäm“.


